Ihre erste Adresse für Trockeneislösungen

Wirtschaftlicher und technologisch überlegen bei schöpfenden Bauteilen

Posted by Christiane Rach on 12.02.2020 04:49:00
24498374220-TTS-1754480209686
4:38

Trockeneisreinigung bei schöpfenden Bauteilen

Lohnbeschichter, die Kunststoffteile für den Innen- und Außenbereich der Automobilindustrie lackieren, müssen hohe Standards in Bezug auf Qualität und Effizienz einhalten. Daher hat die Autotest Iggingen GmbH ihre Lackierlinie um eine vollautomatisierte Strahlanlage zur Oberflächenvorbereitung mit Trockeneis, einschließlich Roboter und Pelletproduktion, erweitert.

Die Beschichtung der Bauteile aus thermoplastischen Kunststoffen wird bei der Autotest Iggingen GmbH durchgeführt, die seit der Insolvenz von Geiger Industrielackierungen und Ytab Industrielackierungen im September 2014 Teil der Autotest-Gruppe ist. Der Lohnlackierer besitzt zwei Lackierlinien mit modernster Anlagentechnik.

 

DIE AUFGABENSTELLUNG

Bei der Autotest Iggingen GmbH ist die Trockeneisreinigung mehr als nur eine zusätzliche Option. In der Lackierstraße für Außenteile wird neben einem herkömmlichen Powerwashsystem auch eine vollautomatisierte Strahlanlage zur Trockeneisreinigung eingesetzt.

„Es gibt mehrere Gründe, warum kunststofflackierende Betriebe eine CO2- oder Trockeneisreinigung in Betracht ziehen sollten. Die Reinigung mit Kohlendioxid ist oft kostengünstiger als die Nutzung einer Powerwashanlage oder anderer nasschemischer Reinigungsverfahren. Zudem bietet die trockene Reinigung bei verschiedenen Anwendungen technologisch einfachere und bessere Lösungen“, erklärt Oliver Bolk, Geschäftsführer der Autotest Iggingen, die Wahl der unterschiedlichen Reinigungstechnologien.

 

Die technologische Überlegenheit zeigt sich besonders bei der Reinigung von geometrisch komplexen, schöpfenden Teilen. In den Hohlräumen bleibt bei der Powerwasher-Reinigung Wasser zurück, das im Haftwassertrockner nicht vollständig entfernt wird. Dies führt – vor allem bei lösemittelhaltigen Lackschichten – zu sichtbaren Wasserflecken, die Ausschuss verursachen.

 

Die Cold Jet Lösung

Trockeneisreinigung bei schöpfenden Bauteilen

Autotest hat sich für die Combi 120H der Cold Jet GmbH entschieden, ein automatisiertes System, das die Produktion von Trockeneispellets mit dem  Trockeneisstrahlen vereint. Die Combi 120H wurde platzsparend in die Lackierlinie integriert, was einen kontinuierlichen und kompakten Reinigungsprozess ermöglicht. Der zuvor nur für die Beflammung eingesetzte Roboter wurde zusätzlich mit einer CO2-Versorgung und einem Strahlapplikator ausgestattet. Eine manuelle Wechseleinheit erlaubt es, die zu lackierenden Teile entweder nach der Powerwashreinigung zu beflammen oder ausschließlich mit Trockeneis zu reinigen.

„Wir verwenden die Powerwashanlage nur noch für Bauteile, die wir ursprünglich mit dieser Reinigungsmethode getestet haben und bei denen eine Umstellung auf die Trockeneisreinigung eine erneute Bemusterung erfordern würde, oder bei Kunststoffen, die vor der Lackierung eine Beflammung benötigen. Der Wechsel ist in weniger als einer Minute abgeschlossen“, erklärt Oliver Bolk.

 

Die Combi 120H ist auch in die Steuerung der Lackierlinie integriert. Sobald der Schichtführer den Bauteiltyp und die Farbe eingibt, wird das entsprechende, spezifische Reinigungsprogramm automatisch ausgewählt. Der Reinigungsprozess erfolgt dann vollständig automatisiert.

„Die Anlage ist durch den Skid-Transport genau informiert, was zu tun ist. Es handelt sich um eine Lösung, die keinerlei Aufmerksamkeit erfordert, und auch aus der Instandhaltung sind mir keine Probleme bekannt“, fügt der Geschäftsführer hinzu.

 

Das Ergebnis

Trockeneisreinigung bei schöpfenden Bauteilen

 

Die Produktion von Trockeneis erfolgt bedarfsgerecht durch eine Pelletizereinheit, die mit flüssigem Kohlendioxid aus einem Tank versorgt wird. Dieses Kohlendioxid entsteht als Nebenprodukt bei chemischen oder industriellen Prozessen und wird für die Reinigung aufbereitet, wodurch stets eine optimale Qualität gewährleistet ist. Die bedarfsgerechte Herstellung ermöglicht einen kontinuierlichen Strahlprozess und sorgt so für ein gleichbleibend gutes Ergebnis.

 

„Wenn die Reinigung mit Kohlendioxid korrekt durchgeführt wird, zeigen sich im Vergleich zur Powerwashreinigung bisher keine messbaren Unterschiede in der Qualität der lackierten Bauteile. Im Gegenteil, es gibt Studien, die belegen, dass bei lackierten Gestellen, die im Powerwasher wiederholt mit Wasser in Kontakt kommen, der Lack auf den Gestellen schwammartig aufquillt, was zu Lackierproblemen führen kann. Würde ich heute eine neue Lackierlinie installieren, wäre ich unsicher, ob ich erneut eine Powerwashanlage integrieren würde“, bemerkt Oliver Bolk abschließend.

 

Automobil, Kunststoff

Hier für den Blog anmelden!

Ausgewählte Beiträge